Landtagswahl 2017

Ich trete bei der niedersächsischen Landtagswahl am 15.10.2017 als Direktkandidat für den Wahlkreis 57 „Geestland“ an. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Stimme geben, damit ich mich für ein grünes Niedersachen, ein grünes Cuxland und ein grünes Geestland einsetzen kann. Wir müssen endlich konsequent unser Handeln in allen Bereichen nachhaltig gestalten, denn wir haben keinen Planeten B. Wir sind es unseren Mitmenschen und unseren nachfolgenden Generationen schuldig, schonend mit der Umwelt und unseren Ressourcen umzugehen. Jeder kann dazu beitragen, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten. Die Politik muss dafür die Rahmenbedingungen schaffen und die richtigen Anreize geben. Nachfolgend möchte ich Ihnen kurz einige meiner Ansichten darstellen, für die ich unter anderem stehe und mich einsetze:

 

Klimaschutz
Der Klimaschutz muss mit im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen. Denn nur, wenn wir es schaffen, die Erderwärmung auf ein Minimum zu begrenzen, können wir zentrale Themen wie Frieden, Sicherheit, Soziale Gerechtigkeit und Wohlstand herstellen und sichern. Wir müssen nicht nur die Energiewende konsequent weiterführen, sondern auch eine Ressourcenwende einleiten. Unser Ressourcenverbrauch macht unsere Erfolge im Energiebereich zu Nichte, denn er treibt die Umweltzerstörung und Treibhausgasemissionen weiter an. Wir müssen weg vom Massenkonsum und der Wegwerfgesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit mit mehr Wiederverwertung und Vermeidung. Das muss in allen Bereichen wie Energie, Verkehr, Ernährung und Produktion massiv angegangen werden, denn wir verbrauchen im Moment viel mehr Ressourcen, als uns eine Erde auf Dauer geben kann.

 

Umwelt- und Naturschutz
Umwelt- und Naturschutz ist der beste Klimaschutz. Wir müssen mehr Anstrengungen unternehmen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu bewahren. Die voranschreitende Zerstörung von Lebensräumen, Versiegelung von Flächen und Monokultivierung bedrohen unsere Artenvielfalt, aber auch unsere wichtigsten Lebensgrundlagen, unser Wasser und unsere Böden. Wir müssen die Flächen, die schon unter Nutzung stehen besser und effektiver nutzen, anstatt immer mehr neue Flächen der Nutzung zu unterwerfen. Wir müssen auch aufpassen, das nicht unter dem Deckmantel des Klimaschutzes der Naturschutz untergraben wird. Bei Projekten der Energiewende z.B. kommt es sehr stark auf die Standortwahl an.

 

Ökologische Landwirtschaft
Wir müssen endlich unseren Fleischkonsum deutlich senken, denn er stellt die größte Bedrohung für unser Klima und unsere Lebensgrundlagen, wie Wasser und Böden, dar. Die Massen-Viehhaltung ist einer der größten Treibhausgasproduzenten und die enormen Mengen an Gülle bedrohen unser Grundwasser. Dieses muss immer teurer aufbereitet werden und eines Tages gelingt es uns vielleicht nicht mehr, es unbedenklich bereit zu stellen. Massiver Antibiotikaeinsatz in den Ställen birgt die Gefahr der Entstehung multiresistenter Keime, was direkt gefährlich für die Gesundheit der Menschen ist. Ich verstehe nicht, warum die Profitgier hier das Sagen hat und erst gehandelt wird, wenn es wieder mal zu spät ist.
Wir müssen die Agrarwende vehement vorantreiben und mehr auf nachhaltige und ökologische Landwirtschaft setzen. Das würde den Landwirten helfen, die wieder mehr auf Qualität setzen könnten, es würde unsere Umwelt helfen, es würde dem Tierwohl dienen und nicht zuletzt auch unserer Gesundheit. Dafür bedarf es nicht nur ein Umdenken bei den Landwirten, sondern auch eine Verhaltensänderung von uns Verbrauchern.

 

Verkehr/Mobilität
Die Verkehrspolitik der letzten Jahre ging eindeutig in die falsche Richtung. Wir müssen mehr Verkehr auf die Schiene verlagern, besonders im Bereich Güterverkehr. Lastwagen verstopfen unsere Straßen und belasten Umwelt und Klima. Bahnfahren muss attraktiver und kostengünstiger werden.
Alternativen zu Verbrennungsmotoren, wie Elektromotoren und Wasserstoffantriebe, müssen endlich für die Masse zugänglich werden und die dafür erforderliche Lade- bzw. Tankinfrastruktur massiv ausgebaut werden. Das würde die Luftverschmutzung und Lärmbelastung, gerade in unseren Städten enorm reduzieren. Die Automobilindustrie muss dabei mehr in die Pflicht genommen werden. Gerade das Land Niedersachsen als Teilhaber des Volkswagen-Konzerns kann da mehr Druck machen. Ich selber fahre seit kurzem ein Elektroauto und kann sagen, dass es viel entspannter und leiser ist und das Gewissen durch die Abgasfreiheit entlastet.
Ich bin für ein generelles Tempolimit auf unseren Autobahnen (120 oder 130 km/h). Das würde die Umwelt und auch die Nerven der meisten Autofahrer entlasten. Auch würde es sich auf die Schwere vieler Unfälle positiv auswirken, wenn nicht mehr enorm hohe Geschwindigkeiten mit im Spiel sind. Es gibt keinen mir ersichtlichen Grund, bei uns auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu verzichten.

 

Bildung
Der Zugang zu Bildung sollte immer kostenlos sein, um allen die Chance zu geben daran teilzuhaben. Deswegen lehne ich die Einführung von Studiengebühren ab. Schulen müssen endlich vernünftig ausgestattet werden und es muss dafür Sorge getragen werden, dass es genügend Lehrer gibt. Ich bin für eine Vereinheitlichung des Schulsystems im Bund. Ich verstehe nicht, warum die Länder so an ihrer Bildungshoheit festhalten. Das schadet dem Gleichheitsgedanken, der Vergleichbarkeit und erschwert es den Lehrern ihren Arbeitsort frei zu wählen.

 

Kinderbetreuung
Es fehlen immer noch viel zu viele Plätze in der Kinderbetreuung, besonders im Ganztagesbereich. Deswegen finde ich es wichtiger, endlich dafür zu sorgen, dass genug Betreuungsplätze angeboten werden können, als für eine kostenlose Betreuung für alle Eltern zu sorgen. Das Geld ist erst mal besser im massiven Ausbau von Plätzen und die gerechte Bezahlung der Erzieher*innen aufgehoben. Auch der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz sollte auf einen Ganztagesplatz ausgeweitet werden, damit Politik auch handelt und nicht nur viel verspricht. Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Wiedereinstieg von Müttern in den Beruf sollte auch wirklich realisierbar sein, und nicht nur auf dem Papier stehen.